| Shortys Gedankenwelt |
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Dienstag, 5. November 2013
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
shorty short, 13:59h
Oder wie soll man sonst die Abhöraktionen unserer "Verbündeten" verstehen?
Seitdem ich persönlich Besitzerin eines Handys bin und mich mehr oder weniger intensiv mit dem Internet beschäftige, war mir völlig klar, dass alles, was ich eintippe, herunterlade und ja, mir auch nur anschaue, von wem auch immer, gelesen, registriert und verarbeitet wird. Wie sonst ist es zu erklären, dass ich neuerdings ständig Werbung über Kleider erhalte und das erst, nachdem ich vor drei Wochen intensiv nach einem Etuikleid gesucht habe? Diese Werbung erscheint seitdem entweder als spammail oder auch als pop-up, und das nur für mich! Toll, oder? In jedem Popelkrimi wird mindestens ein Handy geortet und anhand dessen, ein Tatweg rekonstruiert. Eltern können mittels einer nicht ganz legalen App oder Software ihre Kinder überwachen. Es gibt Jugendliche, die sich ins Weiße Haus hacken, da wundert es mich nicht, dass ganze Geheimdienste zu wahren Massenausspähungen bereit sind. Und doch sind alle, voran die Bundeskanzlerin entsetzt und empört. Na gut, erst nachdem ihr eigenes Handy angezapft wurde, bei den Normalobürgern war es ja nicht ganz so schlimm... Sie verstehen alle die Welt nicht mehr, klagen an, dass unsere "Verbündeten" uns ausspionieren, uns, die wir doch solch ein freundschaftliches Verhältnis zu den USA und der ganzen Welt haben. Ein ehemaliger US- Botschafter hat das Ganze in einer Talksendung auf den Punkt gebracht: "Wir sind Verbündete, aber keine Freunde!" vielleicht war die Kanzlerin ein wenig zu blauäugig, vielleicht hätte sie ihn gerne zum Freund, den Herrn Obama, man weiß es nicht. Eines ist jedoch sicher: in der Politik hat man keine Freunde und jeder ist sich selbst am nähesten. Wir Deutschen wollen unsere eigene Geschichte nicht vergessen, wir wollen, dass auch noch weitere Generationen wissen, was in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts los war. Und das ist auch wichtig und gut so! Dennoch sollten wir nicht übersehen, dass nicht nur wir nicht vergessen können und wollen, sondern auch die anderen, die, dessen Vorfahren unter Deutschland gelitten haben. Unter diesem Gesichtspunkt kann ich sogar ein wenig verstehen, dass unsere "Verbündeten" nicht nur bestrebt sind, die "neue" Gefahr des Terrorismus unter Kontrolle zu bringen, sondern auch den "alten" Freind im Auge behalten wollen. Schließlich hat Deutschland zwei Weltkriege zu verantworten und das in einem sehr kurzen Interwall von 30 Jahren. Auch, wenn die USA hier in Deutschland noch Atomraketen stationiert und sie wohl auch noch austauschen und ausbauen möchten und wir bislang keine Verfassung, sondern nur ein Grundgesetz haben, ist Deutschland in den letzten 70 Jahren von einem völlig zerbombten, zerrüttetem und armem Land zu der Führungsnation in Europa mit einer beispiellosen Demokratie aufgestiegen. Das kann ängstigen und einen dazu veranlassen, extrem auf die Entwicklung und die politischen Geschäfte dieses Landes zu schauen. Wenn ich Staatsfrau eines dieser Länder wäre, wäre ich auch vorsichtig. Und wie man heute den Medien vernehmen kann, scheinen auch noch andere "Verbündete" dem "Hobby" der Spionage an uns nachzugehen bzw. nachgegangen zu sein. Vielleicht ist es auch das Los der stetig wachsenden Technisierung, das uns überholt und das wir nicht völlig beherrschen können. Da es, wie es scheint, zu keinem zufriedenstellenden No-spy- Abkommen kommen wird, wobei man sich auch die Frage stellen muss, ob man wirklich bereit wäre, dem anderen unter diesen Umständen zu vertrauen, dass er sich an dieses Abkommen überhaupt halten wird..., sollte man vielleicht einmal in Erwägung ziehen, dass man sich besinnt, einen Gang zurückschaltet und "back to the roots" marschiert. Gut, nicht ganz zurück zu den Wurzeln, wäre etwas übertrieben, aber es gibt eindeutig sichere Telefonanlagen, über die auch die Kanzlerin verfügt, die sie nutzen könnte, in Form von Festnetzleitungen. Sie wäre damit eindeutig auf der sicheren Seite, natürlich etwas unflexibler- so what? Das eine was man will, das andere, was man muss! Im Übrigen ist diese ständige Erreichbarkeit absolut nicht erstrebenswert. Anstatt im Plenarsaal unhöflicherweiese eine sms nach der anderen zu verschicken, sollten die Politiker lieber ihren Bundestagsmitgliedern zuhören. Vielleicht käme dann unter dem Strich was Besseres bei raus! In diesem Sinne... ... comment |
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