Shortys Gedankenwelt
Montag, 11. November 2013
Alptraum- ein Fortsetzungskrimi Teil 3
von Kirsten Maria Scholz

Kapitel vier

Susanne wurde recht unsanft mit einem kleinen Klatscher auf die Stirn geweckt. Sarah blickte auf sie herab und grinste.
„Na, Fräulein, die Zettel füllen sich aber nicht von alleine aus!“ flachste sie und ließ sich mit Schwung neben Susanne auf das Sofa plumpsen. Das gesamte Möbelstück erzitterte und wirkte sich wie ein Erdbeben in Susannes Kopf aus.
Sie versuchte, ihren bleischweren Kopf anzuheben und sich aufrecht hinzusetzen. Der Nackenschmerz traf sie völlig unvorbereitet wie ein Blitz und trübte für einige Sekunden ihre Wahrnehmung. Für einen kurzen Moment befürchtete sie, die Schraubzwingen würden erneut ihren Kopf in die Mangel nehmen. Doch zum Glück schien jemand Höheres Erbarmen mit ihr zu haben. Nach einigen Kopfdehnübungen, die mit heftigstem Knacken der Wirbelkörper einhergingen, war sie einigermaßen aufnahmefähig und vor allem etwas schmerzarmer.
Auf dem Couchtisch lag immer noch der Zettelberg, den sie vorhin achtlos dorthin geworfen hatte. Sie schaute laut seufzend auf die Wanduhr. Der Uhr nach hatte sie über eine Stunde geschlafen.
„Und das mitten am Tag!“ tadelte sie eine Stimme tief in ihrem Inneren. Sie erkannte sich überhaupt nicht mehr wieder. Selbst an noch so stressigen Tagen, wäre sie nie auf die Idee gekommen, sich am Vormittag für ein Nickerchen auf die Couch zu legen. Oder doch? Vielleicht konnte sie sich auch nur nicht daran erinnern? Die leise Stimme in ihrem Kopf ließ sie nicht unbeeindruckt, gab sie ihr doch das Gefühl, faul und untätig die Zeit zu verplempern. Zeit, die sie sehr gut hätte nutzen können, um Kooperation zu zeigen und die ihr gestellte Aufgabe zu aller Zufriedenheit zu erfüllen. Schließlich wollte sie schnellstmöglich hier raus!
Ihr früheres Leben kam ihr so weit weg vor. Wie lange war sie jetzt hier? Ein Tag, zwei Tage oder sogar noch länger? Sie schüttelte missmutig den Kopf. Nicht einmal das wusste sie mit eindeutiger Sicherheit. Statt sich um Madeleine und Valentin zu kümmern, saß sie hier faul auf dem Sofa, trug merkwürdige Klamotten und kam sich wie in einer Seifenblase vor. Ihr Blick fiel wieder auf den Fragebogen. Je eher sie sich an die Arbeit machte, desto schneller könnte sie diese Anstalt verlassen. Hoffte sie zumindest!
Sie überflog kurz die einzelnen Fragen. Es ging hauptsächlich um ihre familiäre Vorgeschichte, ihren beruflichen Werdegang und allgemeine gesundheitliche Dinge. Zum Schluss sollte sie die letzten Tage vor ihrer Klinikeinweisung schildern. „Bitte im zusammenhängenden Text schreiben! Verwenden Sie keine Spiegelstriche!“ las sie laut. Na super, wie sollte sie das in der kurzen Zeit schaffen? „Die spinnen doch!“ schimpfte sie. Ging es hier um einen Deutschaufsatz oder darum, den Ärzten Informationen zukommen zu lassen.
„Womit du gar nicht mal so unrecht hast“, bestätigte Sarah und beobachtete äußerst interessiert das Kaugummi, das sie in einem langen Faden aus ihrem Mund zog. „Irgendwie sind doch alle Menschen nicht ganz ganz, oder?“ sie lachte herzlich und stand auf, immer noch das eine Ende des Kauguimmis zwischen Daumen und Zeigefinger. Was machte sie da nur? „Ich lass dich mal alleine. Viel Spaß!“ Sie gesellte sich schlendernd zu einer kleinen Gruppe am Speisetisch, die zusammen mit den Küchenmitarbeitern das Mittagessen zubereiteten.
Susanne widmete sich wieder ihrer Aufgabe und beschloss, mit allgemein persönlichen Angaben und ihren familiären Verhältnissen anzufangen.



Kapitel fünf

„Ich wurde am 30.1.1970 in Nürnberg geboren. Mein Vater Herrmann Wiegand, inzwischen pensioniert, hat nach dem Medizinstudium als Kardiologe gearbeitet, Karriere gemacht und schließlich die Chefarztstelle der Kardiologie in Nürnberg inne gehabt.
Meine Mutter Isolde ist gelernte Chemielaborantin. Somit war es nicht verwunderlich, dass sich meine Eltern im Krankenhaus kennengelernt haben. Nach der Heirat gab sie ihren Beruf auf, um sich ganz der Familie zu widmen. Ich denke, sie war gerne Hausfrau und Mutter. Geschwister habe ich keine. Ich glaube, meine Eltern haben aus Liebe geheiratet und sind bis heute glücklich miteinander.
Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich eine schöne Kindheit hatte. Eine Kindheit, die relativ sorglos war, zumindest finanziell sorglos. Mein Vater hat viel gearbeitet, hat sich wenig um meine Erziehung gekümmert bzw. Kümmern können. Meine Mutter war eher überbesorgt, eine kleine „Glucke“, die stets das Beste für mich wollte und am liebsten alles Böse von mir ferngehalten hätte. An materiellen Dingen hat mir nie etwas gefehlt.
Mein Vater hatte von Anfang an einen Plan im Kopf, wie er sich mein Leben vorstellt. Für ihn stand fest, dass ich irgendwann in seine Fußstapfen treten werde. Ich konnte mich jedoch nie so richtig für die Medizin begeistern. Der Gedanke, ständig von kranken Menschen umgeben zu sein, bedrückte mich. Also suchte ich mir nach meinem Abitur eine Ausbildungsstelle zur Bauzeichnerin. Ich verletzte ihn damit sehr, zumindest hatte er mir das etliche Jahre später einmal gesagt, aber letztendlich war er dennoch froh, mich zufrieden zu sehen. Denn ich war mit meiner Entscheidung zufrieden. In Heidelberg fand ich die absolut passende Ausbildungsstelle. Ich zog von Zuhause aus und fand schließlich meinen neuen Lebensmittelpunkt in Heidelberg. Durch finanzielle Unterstützung meiner Eltern konnte ich mir sogar eine eigene Wohnung leisten und mich voll auf meine Ausbildung konzentrieren.
Vom ersten Tag an liebte ich Heidelberg. Schnell fand ich Anschluss und hatte bald einen ziemlich großen Freundes- und Bekanntenkreis. Meine beste Freundin von damals ist auch heute noch meine beste Freundin. Sabrina! Wir lernten uns auf der Arbeit kennen. Sie war damals eine ganz normale Sekretärin, mittlerweile ist sie zur Chefsekretärin aufgestiegen. Sabrina ist das komplette Gegenteil von mir. Flippig, ausgefallen, ungebunden. Ein lebensbejahender Mensch, immer modisch topgestylt. Sie sagt immer ihr Aussehen ist ihr Kapital. Trotz der enormen Unterschiede haben wir uns vom ersten Tag an sehr gut verstanden. Mit ihr wird es nie langweilig!
In dem Architektenbüro, in dem ich gelernt habe, bin ich auch meinem jetzigen Mann Mark begegnet. Er war und ist dort immer noch als Architekt angestellt, bzw. mittlerweile auch Teilhaber. Mark fiel mir sofort ins Auge, schlichtweg ein Traummann: groß, dunkelhaarig, athletisch gebaut, sportlich, braun gebrannt und humorvoll. Er brachte mich damals immer zum Lachen, auch, wenn der Tag noch so mies verlaufen war. Während ich mich sofort in ihn verguckte, fiel ich ihm erst ein halbes Jahr später bei einer Betriebsfeier auf. Er sprach mich an, wollte wissen, ob ich neu in der Firma wäre. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden, von meiner Seite war wahrlich es Liebe auf den ersten Blick. Bei ihm weiß ich es gar nicht so genau. Ich glaube, er hat mal gesagt, ihm wären meine Augen aufgefallen. Wir haben uns nach dieser Betriebsfeier mehrere Male getroffen, erst mit Kollegen, später auch alleine. Und dann waren wir irgendwann offiziell ein Paar. Das war vor 12 Jahren.
Mittlerweile sind wir 8 Jahre verheiratet und haben zwei Kinder. Valentin ist 6 und Madeleine 4. Seit der Geburt von Valentin bin ich nicht mehr berufstätig. Ich kümmere mich um Kinder, Haus und Garten. Damit bin ich auch voll ausgelastet. Wir haben eigentlich nie großartig darüber sprechen müssen. Für uns war klar, dass wir die klassische Rollenverteilung bevorzugen. Ich war es von Zuhause auch nicht anders gewohnt. Und meine Mutter schien zufrieden mit ihrem Leben gewesen zu sein, warum sollte es mir anders ergehen? Mein Mann verdient das Geld und ich halte ihm den Rücken frei.
Mein Freundeskreis aus meiner Ausbildungszeit hat sich seit der Hochzeit schon verkleinert. Ich denke aber, das ist normal. Es gibt immer noch viele Bekannte, die aber überwiegend Arbeitskollegen meines Mannes sind. Wir haben oft Gäste, die ich auch gerne bewirte und bekoche. Mark nutzt das manchmal ein bisschen aus und veranstaltet gerne mal ein Meeting oder Geschäftsessen bei uns zu Hause. Er meint, das wäre persönlicher und förderlicher für Vertragsabschlüsse. Naja, und ich freue mich auch, wenn Leute sich bei uns wohlfühlen und mein Essen schmeckt. Das gibt eine gewisse Bestätigung, dass man doch etwas kann und leistet.“

Susanne hielt kurz inne und atmete durch. Sie hatte einfach zu schreiben angefangen, ohne zu überlegen und war mehr als erstaunt, an was sie sich alles erinnern konnte. Ihr Langzeitgedächtnis schien also tadellos zu funktionieren!
Sie las sich noch einmal die Aufgabenstellung durch. „Kurz und knapp“, sie war zufrieden mit ihrem Ergebnis und widmete sich den weiteren Aufgaben. „Beruflicher Werdegang und Gesundheit…“ Susanne überlegte und entschied, dass sie ihrem beruflichen Werdegang in der ersten Antwort schon genügend Beachtung geschenkt hatte. Also zur Gesundheit… Was sollte sie da großartig zu sagen? Im Großen und Ganzen war sie eigentlich immer gesund gewesen, bis auf… Ja, eine Sache gab es schon, die sie erwähnen sollte.

„In der Kindheit hatte ich die normalen Kinderkrankheiten, so wie jedes andere Kind wahrscheinlich auch. Ich erinnere mich an Mumps und Masern, später mit 13 hatte ich Keuchhusten, was nicht sehr angenehm war. Auch von Windpocken wurde ich nicht verschont. Mit 11 oder 12 bin ich vom Pferd gefallen, was einen Schlüsselbeinbruch nach sich zog. Ist aber alles komplikationslos verheilt. Ansonsten war ich nicht ernsthaft krank, habe so gut wie nie Medikamente genommen, außer mal Schmerztabletten bei Migräne oder Grippemedikamente.
Seit einigen Wochen, ja fast schon Monaten allerdings fällt mir das Einschlafen extrem schwer. Auch wache ich mehrfach schweißgebadet in der Nacht auf und habe dann sehr große Mühe, wieder einzuschlafen. Seit wann das genau ist oder wie das angefangen hat, kann ich nicht richtig beantworten. Hat irgendwie schleichend begonnen. Aber es machte mir so sehr zu schaffen und beeinträchtigte meine Energie, Konzentration und Tatkraft am Tag, dass mir mein Mann einen Termin bei einem befreundeten Neurologen/ Psychiater besorgte, bei Dr. Martin Semmeln. Der verschrieb mir ein leichtes Schlafmittel, leider weiß ich den Namen nicht mehr, was, glaube ich, auch nicht so wichtig ist, denn so richtig geholfen hat es nicht, eigentlich gar nicht. Also bekam ich ein etwas Stärkeres, in das ich meine ganze Hoffnung gesetzt hatte. Ich ging mittlerweile sehr auf dem Zahnfleisch. Aber anstatt, dass es besser wurde, wurde es immer schlimmer. Mein ganzer Tag- Nacht- Rhythmus war gestört. Nachts hätte ich Wände hochgehen können, so dermaßen aufgedreht war ich. Am Tag überfiel mich dann Abgespanntheit und eine tief Müdigkeit. Es gab manchmal Tage, an denen ich beim Mittagessen beinahe einschlief, sehr zum Unverständnis meines Mannes, der nicht so recht begriff, warum ich nachts nicht schlafen konnte. Nun, ich selbst verstand es ja auch nicht, wie sollte er das denn nachvollziehen können?“

Sie war so in ihrem Schreibfluss, dass sie nicht mit bekam, dass das Thema „Gesundheit“ eigentlich hier beendet war.

„Meine Erinnerung endet am 5. Februar. Das weiß ich deswegen so genau, weil es der Geburtstag meiner Mutter ist. Den Tag verbringe ich immer bei meinen Eltern in Nürnberg. Zumeist mit meinen Kindern, manchmal kommt auch mein Mann mit- je nachdem was sein Terminkalender sagt. In diesem Jahr fuhr ich meines Wissens alleine und bin auch noch am selben Tag zurückgefahren. Aus jetziger Sicht ist das sehr ungewöhnlich, meist, eigentlich immer, bleibe ich noch den Abend und den nächsten Tag in Nürnberg. Meines Wissens nach bin ich also am Spätnachmittag nach Heidelberg zurückgefahren, ohne Streit mit meinen Eltern oder, dass sonst etwas vorgefallen wäre. Wahrscheinlich wollte ich meinen Mann nicht allzu lange mit den Kindern alleine lassen. Er ist doch immer sehr in seinem Büro eingespannt. Kurz vor Heidelberg stand ich kilometerlang im Stau. Das ist allerdings auch schon das Letzte, an das ich mich erinnere.“

Susanne überflog ihre Notizen. Im Großen und Ganzen war sie mit sich zufrieden. Was ihr allerdings Kopfzerbrechen bereitete, war die Tatsache, dass sie sich an nichts weiter erinnern konnte. Sie stand im Stau und dann war da nichts mehr! Wie und ob sie überhaupt nach Hause gekommen war und was passiert sein musste, dass man sie in die Psychiatrie hat einweisen lassen, war ihr ein absolutes Rätsel. Was oder wer hatte diesen Filmriss ausgelöst? Anders konnte sie es nicht nennen! Erneut versuchte sie, gedanklich die letzten Stunden ihrer Erinnerung zu rekonstruieren. Sobald sie sich visuell auf die Heimreise von Nürnberg nach Heidelberg machte, so sehr sie sich auch bemühte, landete sie nach dem Stau immer vor der gleichen schwarzen Wand, durch die sie nicht hindurch kam.


Kapitel sechs

Ein Blick auf die Wanduhr sagte ihr, dass sich Dr. Glück wohl verspätet hatte. Es war fünf nach eins. Oder hatte sie vielleicht wieder etwas verwechselt oder falsch verstanden? Wollte er sie hier abholen oder sollte sie irgendwohin gehen? Möglich war es durchaus, denn ihrem momentanen Geisteszustand traute sie so gar nicht mehr über den Weg.
Gerade als sie beschloss, bei den Schwestern nachzufragen, stürmte Dr. Glück mit wehendem Kittel und ein wenig zerzausten Haare in den fast leeren Aufenthaltsraum. Die meisten der Patientinnen hatten sich bereits zur Mittagsruhe in ihre Zimmer begeben dürfen und auch Susanne stieß erneut an ihre Grenzen, was die Müdigkeit anging.
„Frau Stahl, es tut mir außerordentlich leid, dass ich mich verspätet habe“, entschuldigte er sich überschwänglich, „ich war so in ihren Aufzeichnungen vertieft, da habe ich die Zeit ganz aus den Augen verloren.“
Susanne konnte nicht so recht nachvollziehen, was an ihren Auskünften so interessant wäre, dass man deswegen einen Termin vergaß. Sie selbst fand ihr Leben unspektakulär und eher langweilig. „Würden Sie mich in mein Büro begleiten? Hier sitzt man so ein bisschen auf dem Präsentierteller.“ Susanne folgte Dr. Glück zunächst in den dunklen ungemütlichen Gang, der an einer verschlossenen Glastür endete.
„Wahrscheinlich Panzerglas“, dachte Susanne ironisch, „wegen der Sicherheit.“
Dr. Glück schloss die Tür auf und wies Susanne mit einer leichten Handbewegung die Treppe hinauf. Sie musste zwar nur ein Stockwerk bewältigen, dennoch japste sie oben angekommen regelrecht nach Luft und ihre Beine fühlten sich wie Wackelpudding an. Dr. Glück klopfte ihr sanft auf die Schulter und hakte sich bei ihr unter.
„Kommen Sie, es ist gleich geschafft.“ Womit er glücklicherweise Recht hatte. Er schloss eine Tür zu ihrer Rechten auf. Ein glänzendes Messingschild sagte ihr, dass es sich um den Patientenbesprechungsraum von Dr. Glück handelte.
Dieser Raum hatte so gar nichts von der Kühle und Ungemütlichkeit der gesamten unteren Station 3a. Ganz im Gegenteil. Die Wände waren mit einer Strukturtapete versehen, die in einem warmen Beige gestrichen war. Vier äußerst bequem wirkende Polstersessel, eine Art Vitrine im Seventieth Look und dazu passende Nierenbeistelltische versetzten Susanne unwillkürlich in ihre Kindheit zurück. Der dunkelbraune Hochfloorteppich verschluckte jedes Geräusch, als Susanne auf einen der Sessel Platz nahm.
Dr. Glück schenkte ihr ein Glas Wasser ein, das sie gierig herunterstürzte, so als hätte sie den gesamten Tag nichts getrunken. Hatte sie auch nicht, oder doch? Susanne erinnerte nur den Kaffee am Morgen. Wieso hatte sie nur ständig diesen trockenen, pelzigen Geschmack im Mund und diesen schrecklichen Durst? Dr. Glück schenkte bereits nach, nahm ihr gegenüber Platz und blickte sie lange nachdenklich an. Nach einigen Minuten, die Susanne allerdings wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, warf er einen kurzen Blick in sein kleines Notizbüchlein. Er wählte seine Worte mit Bedacht.
„Frau Stahl, in meinen Einzelgesprächen mit den Patienten mache ich mir grundsätzlich Notizen. Ich informiere Sie darüber, damit es Sie nicht beunruhigt, wenn ich zwischendurch etwas notiere.“ Susanne nickte. „Wenn es für Sie in Ordnung ist“, fuhr er fort, „dann möchte ich zusätzlich noch ein Aufnahmegerät mitlaufen lassen. Es ist einfach für mich eine Hilfe, auch nach unserem Gespräch Ihre Emotionen in Kombination mit Ihren Worten nachzuvollziehen. Ist es o.k. für Sie?“ Susanne nickte wieder. Sie konnte keinen Grund erkennen, was dagegen sprechen könnte. „Dann können wir ja anfangen“, entschied Dr. Glück und startete sein Diktiergerät. „Gibt es irgendetwas, was Ihnen auf der Seele liegt oder Sie dringend loswerden möchte, was ich für Sie klären kann?“
Susanne schluckte. Schon wieder dieser staubtrockne Mund. Sie nahm einen tiefen Schluck und nickte.
„Ja, da gibt es einiges“, begann sie leise. „Sagen Sie mir, seit wann ich hier bin und was mit meinen Kindern ist! Wo sind Valentin und Madeleine?“ Bei der Erinnerung an die Beiden schossen ihr Tränen in die Augen. Bis jetzt hatte sie ihre Kinder nur als zwei abstrakte Namen vor Augen gehabt, jetzt allerdings schien sie ein Fass der Gefühle aufgemacht zu haben. Ein Fass, das sie seitdem sie hier in der Klinik war, erfolgreich unter Verschluss gehalten hatte. Wie sehr sie die beiden jetzt in diesem Moment vermisste. Ihre beiden Kinder im Arm zu halten, sie zu spüren und zu riechen gaben ihr immer das Gefühl zu Hause und endlich angekommen zu sein. Ihre Kinder bedeuteten ihr alles und waren ein Synonym für vollkommenes Glück!
Dr. Glück nickte verständnisvoll und erklärte ihr ohne Umschweife, dass sie sich bereits seit fünf Tagen in der sicheren Obhut der psychiatrischen Abteilung befand. Bei der Aussage riss Susanne völlig ungläubig die Augen auf. Fünf Tage? Das war länger als sie vermutet hatte. Sie fasste sich an die Stirn. Der ihr schon bekannte Schraubstockkopfschmerz war wieder bedrohlich nahe.
Dr. Glück erklärte ihr weiterhin, dass es leider notwendig war, sie nach der Klinikaufnahme, medikamentös ruhig zu stellen, so dass sie die ersten vier Tage nahezu verschlafen hatte. Susanne schüttelte fassungslos den Kopf.
„Und meine Kinder?“ fragte sie erneut, dieses Mal etwas forscher und gefasster. Die Angst, dass irgendetwas mit Madeleine und Valentin geschehen war und dass sie sich vor lauter Schmerz und Gram einfach nicht erinnern konnte oder wollte, machte sie fast wahnsinnig.
Ihren Kindern ginge es soweit gut, beruhigte sie Dr. Glück, natürlich den Umständen entsprechend, denn sie wüssten ja, dass sich ihre Mutter im Krankenhaus befände. Da ist es ganz normal, dass Kinder sich auch Gedanken machten.
„Ihr Mann“, Dr. Glück schaute kurz in die Unterlagen, „Mark hat es für sinnvoll erachtet, beide Kinder zu Ihren Eltern nach Nürnberg zu bringen. Er dachte, das ist auch in Ihrem Sinne?“ er zog fragend seine Augenbrauen hoch und blickte sie über den Rand seiner Hornbrille an. Susanne nickte erneut. Sie war erleichtert zu hören, dass ihre Eltern sich um die beiden kümmerten. Mark war sicherlich ein guter Vater, keine Frage, aber die Arbeit machte es einfach unmöglich, dass er sich zusätzlich auch noch um Kinder und Haushalt kümmern könnte. Zudem wusste sie, dass beide Kinder ihre Oma liebten, umgekehrt war es genauso.
Sie schwieg und musste allen Mut zusammennehmen, um die nächste Frage stellen zu können. Sie war sich sicher, die Antwort würde alles andere als positiv und aufbauend ausfallen. Dr. Glück ließ ihr alle Zeit, die sie brauchte, um sich zu sammeln. Sie blickte hoch und schaute ihm direkt in die Augen.
„Dr. Glück“, ihre Stimme bebte vor Angst, „sagen Sie mir, warum ich hier bin. Und bitte, seien Sie ehrlich zu mir. Egal, was es ist, ich werde es verkraften. Habe ich jemanden verprügelt oder hatte ich einen Unfall? Woher stammt die Narbe hier?“ Sie fasste an ihre Stirn, wo immer noch ein Pflaster die drei Stiche bedeckten.
Dr. Glück dachte einen Moment nach, bevor er antwortete. „Ich kann Ihnen Ihre Frage leider nicht vollständig beantworten“, sagte er, „alles, was wir wissen, ist das, was Ihr Mann uns berichtet hat.“ Nach Marks Schilderung war Susanne mit ihren Kindern am besagten Tag zum Geburtstag ihrer Mutter nach Nürnberg gefahren. Da es in der Schule bewegliche Ferientage gab, blieben Valentin und Madeleine in Nürnberg bei den Großeltern, auch Susanne hatte vorgehabt über das Wochenende in Nürnberg zu bleiben. So war es ihm unverständlich, dass sich Susanne am frühen Nachmittag entgegen aller Pläne alleine auf den Heimweg machte. Was dann genau passiert war, konnte auch Mark nicht sagen. Ob es ein Erlebnis auf der Fahrt war oder die allgemeine Erschöpfung, der ja schon etliche schlaflose Nächte vorausgegangen waren… Zumindest musste irgendetwas Susanne dermaßen aus der Ruhe und Fassung gebracht haben, dass sie ohne Vorwarnung zu Hause durchdrehte. Laut Mark wäre Susanne grundlos auf ihn losgegangen, hätte ihn wüst beschimpft und sogar Geschirr nach ihm geworfen. Gutes Zureden und Beruhigen half nicht, im Gegenteil, Susanne wäre immer hysterischer und schließlich auch übergriffig geworden. Die Nachbarn hätten letztendlich durch den Krach alarmiert die Polizei gerufen, die aufgrund der Schilderung gleich den Notarzt bestellten. Die Polizei kam gerade in dem Moment, als Susanne und Mark auf dem Boden miteinander gerungen hatten. Mark mit tiefen Schnittwunden am Unterarm, Susanne mit einer Platzwunde am Kopf und etlichen Prellmarken.
Susanne fuhr erneut mit den Fingerspitzen über die Wunde am Kopf. Sie verstand die Welt nicht mehr. Warum sollte sie grundlos auf ihren Mann losgegangen sein? Was in aller Welt war passiert, dass sie so in Rage geraten war? Sie konnte sich an keine einzige Situation erinnern, in der sie jemals ausgerastet, geschweige denn aggressiv geworden war. Auch wenn sie körperlich total erschöpft gewesen sein sollte, wäre das doch niemals ein Grund gewesen, so auszurasten! Sie schwieg und wartete auf weitere Informationen. Dr. Glück räusperte sich. „Wie ich ihrem fragenden Blick entnehmen kann, gehen Sie davon aus, dass es noch etwas gibt, was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet.“ Fuhr Dr. Glück fort und beobachtete seine Patientin. Susanne zeigte keinerlei Regung.
„Nun ja, es stimmt. Etwas macht mir schon Kopfzerbrechen. Als wir Sie bei uns aufgenommen haben, sind die allgemeinen Routineblutuntersuchungen durchgeführt worden.“ Er hielt inne und schaute sie an. Susanne verstand nicht, worauf er hinaus wollte. Hatte er gerade versucht ihr schonend beizubringen, dass sie unheilbar krank war? Susanne hob fragend ihre Schultern.
„Ja, und?“ fragte sie leicht ungeduldig. So langsam hatte sie dieses Frage- Antwort- Spiel satt. „Was ist mit meinen Blutwerten?“
„Nun, einige Werte sind sehr auffällig und für uns nicht nachvollziehbar gewesen“, er schaute wieder in seine Notizen. „Wir haben einen extrem hohen Benzodiazepinwert festgestellt. Das ist der Wirkstoff ihres Schlafmittels, das Ihnen Dr. Semmeln verschrieben hatte. Allerdings erklärt sich nicht der extrem hohe Wert. Wenn man sich die Dosierungsvorschrift von Dr. Semmeln anschaut, müsste die Konzentration in Ihrem Blut deutlich geringer sein.“
Susanne starrte ihn an. Was redete er nur? Was wollte er ihr jetzt schon wieder sagen? Dass sie zu viel Schlafmittel genommen hatte, womöglich noch absichtlich? Sie war sich sicher, dass sie die Tabletten nach Vorschrift eingenommen hatte. Außerdem konnte sie trotz des stärkeren Schlafmittels immer noch nicht schlafen. Also konnte das doch gar nicht zu viel gewesen sein. Ihre Gedanken fuhren Karussell, zum Sprechen fehlte ihr allerdings jegliche Energie.
„Was mich zusätzlich irritierte“, fuhr Dr. Glück fort, „ist, dass Sie außerdem eine sehr hohe Konzentration von Coffein und Codein in ihrem Blut hatten.“ Wieder blätterte er in den Unterlagen. „Dafür habe ich bislang allerdings keinerlei Erklärungen. Soweit ich Ihren Angaben entnehmen kann, haben Sie in den letzten Wochen weder Coffein- noch Codeintabletten eingenommen. Sehe ich das richtig?“ er blickte Susanne fragend an. Susanne schüttelte völlig verwirrt ihren Kopf. Coffein, Codein, zu viele Schlaftabletten, was glaubte dieser Arzt denn, was sie war? Medikamentenabhängig? Sie hatte weder eine Erklärung für diese merkwürdigen Blutwerte noch für ihren aggressiven Übergriff. Was zum Henker war nur passiert? Sie verstand gar nichts mehr, sondern hatte das Gefühl, dass ihr geordnetes Leben gerade dabei war, auseinanderzubrechen und sie hier in dieser Klinik saß, sich an nichts erinnern und nichts dagegen unternehmen konnte.
Dr. Glück schien ihre Zerrissenheit und Verzweiflung zu spüren. Er beugte sich ein wenig vor.
„Frau Stahl, ich möchte Ihnen überhaupt nichts unterstellen. Ich bin hier, um Ihnen zu helfen“, sagte er sehr einfühlsam. Susanne blickte ihn durch einen Tränenschleier hindurch an. Sie schluchzte leise. „Ich weiß überhaupt nicht, was passiert ist“, sagte sie. Dr. Glück nickte ihr verständnisvoll zu. „Ich habe eine Theorie“, gab er zu, „meines Erachtens leiden Sie an einer speziellen Form der Amnesie. Es muss ein Ereignis oder Erlebnis, vielleicht auch nur eine Mitteilung gewesen sein, die Sie emotional so aus der Bahn geworfen hat, dass sie sie in die hinterste Ecke Ihres Bewusstseins verbannt haben. Unbewusst haben Sie um dieses Ereignis einen meterhohen Zaum errichtet, der sie davon abhält, sich das Geschehene noch einmal anzuschauen. Einfach aus Eigenschutz, weil dieses Ereignis derart schmerzlich für sie war. Sie wissen, was vorher war und auch, was passiert ist, seitdem Sie wieder unter den Lebenden weilen. Nur zwischendrin fehlt Ihnen an ein bedeutsames Stück.“ Er hielt inne und ließ seine Worte bei Susanne wirken. Einerseits verstand sie, was Dr. Glück ihr zu sagen versuchte. Andererseits allerdings konnte sie sich nichts vorstellen, was so schlimm gewesen sein könnte, dass sie es verdrängt hatte. Sie starrte auf ihre Hände und fühlte sich extrem alleine und verloren.
„Und warum bin ich hier auf der geschlossenen Station?“ mittlerweile hatte sie begriffen, dass es sich um keine Isolierstation für ansteckende Erkrankungen handelte, sondern dass man die Außenwelt vor ihr oder sie vor sich selbst zu schützen versuchte. „Ich meine, warum bin ich immer noch hier?“
„Nun, zunächst war es so, dass sie bei Ihrer Aufnahme nicht sehr kooperativ waren.“ Susanne vermutete, dass das noch reichlich untertrieben war, wenn sie sich ihre blauen Flecken und die Platzwunde betrachtete. „Als Sie dann zu uns auf die Station kamen, waren Sie sehr am Boden zerstört und emotional ziemlich zerrüttet, so dass wir akut beschlossen haben, Sie hier auf der Station zu belassen, um Sie einfach besser überwachen zu können.“ Susanne nickte, das klang alles recht plausibel. „Jetzt ist es so“, fuhr Dr. Glück fort, „ dass wir Sie aufgrund der hohen Benzodiazepinkonzentration im Blut weiterhin überwachen sollten. Frau Stahl, ich möchte, dass Sie
verstehen, dass wir sie nicht zwangsweise hier festhalten. Wir halten es aber für erforderlich und für sehr sinnvoll, wenn Sie einwilligen würden, noch ein paar Tage bei uns zu bleiben."
Susanne verstand nicht so ganz und runzelte fragend die Stirn.
„Man kann ein Benzodiazepin nicht einfach von heute auf morgen absetzen“, erklärte Dr. Glück, „ihr Körper hat sich zu sehr an die Menge gewöhnt, Sie würden extreme Entzugserscheinungen bekommen, die erstens lebensbedrohlich sein können und die man zweitens nicht unterschätzen sollte.“ Susanne ließ das Gesagte auf sich wirken. Was war sie? Tablettensüchtig oder gar drogenabhängig? Ein Junkie? Selbst als junge Frau hatte sie die Finger von Drogen gelassen, nicht einmal geraucht hatte sie. Und jetzt sollte sie tablettenabhängig sein? Sicherlich waren die letzten Wochen schwierig gewesen, die Schlafstörungen und ihre Kraftlosigkeit. Aber sie hatte die Tabletten doch so eingenommen wie Dr. Semmeln sie ihr verschrieben hatte. Mark hatte doch extrem darauf geachtet, wollte er doch, dass sie schnellstmöglich wieder voll einsatzfähig war. Mehr als einmal hatte er angedeutet, dass es sehr schwierig, ja geradezu belastend für ihn war, sich nach einem anstrengenden Bürotag auch noch um seine kranke Frau kümmern zu müssen. Aber natürlich würde er alles tun, was in seiner Macht stand, um sie zu unterstützen. „Mark“, dachte sie. Was war zwischen ihr und Mark passiert? Ihre Gedanken holperten durch ihre Gehirnwindungen. Bilder schossen in ihr Gedächtnis, sie kamen und gingen in solch einem Tempo, dass ihr schwindelig wurde. Dann tauchte wieder diese Nebelwand auf. Nebel, der die letzten Tage umhüllte und in eine tiefe, graue Soße tauchte. Sie erkannte nicht einmal die Hand vor ihren Augen. Wo war sie, wie kam sie hier raus… Panik überrollte sie und schnürte ihr die Kehle zu. „… Frau Stahl?“ sie blickte in Dr. Glücks braune Augen, der sie besorgt musterte. Was war los, warum schaute er so? Sie versuchte sich zu orientieren. Sie lag vor dem Sessel, auf dem sie gerade noch gesessen hatte, Dr. Glück kniete neben ihr und tätschelte etwas unsanft ihre Wangen. Seine Hand tastete nach ihrem Puls. Schon wieder dieser Kopfschmerz! Sie fasste sich an die Stirn, wo bereits ein feuchtes, kühles Tuch Linderung brachte. Sie versuchte sich aufzusetzen, was ihr nur mit Dr. Glücks Unterstützung gelang. Als sie wieder auf dem Sessel Platz genommen hatte, nahm sie dankbar das Glas, das Dr. Glück ihr frisch gefüllt gereicht hatte, und leerte es in einem Zug. Langsam kamen ihre Lebensgeister zurück, verwirrt war sie allerdings immer noch.
„Ich denke, wir werden unsere Sitzung fürs erste beenden“, schlug Dr. Glück vor. Susanne hatte nichts dagegen einzuwenden, sie hatte eindeutig genug erfahren, worüber sie sich erst einmal in Ruhe ganz für sich alleine Gedanken machen musste. „Kann ich hier eigentlich Besuch auch empfangen oder mit jemandem telefonieren?“ sie waren auf dem Weg zur Tür.
„Sicherlich können Sie Besuch empfangen. Wir vom Team halten es für ratsam, dass das nach Absprache mit uns geschehen sollte. Genauso verhält es sich mit Telefonaten. Da Handys und iPhones hier generell verboten sind, müssen Sie Telefonate vom Schwesterntelefon aus führen“, antwortete er. „Wir haben diese Regelung getroffen, um die Patientinnen auf eventuell schwierige emotionale Situationen vorzubereiten und spontanen Übersprungshandlungen vorzugreifen.“ Er öffnete seine Bürotür. „Frau Stahl, wir werden jetzt langsam das Benzodiazepin ausschleichen und absetzen, was schon einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir werden sehen, wie Sie darauf reagieren und dann weiter entscheiden!"
Sie nickte zustimmend. Im Augenblick war ihr so ziemlich alles egal. Das einzige, was sie wollte, war, sich in ihr Bett verkriechen und die Welt um sich herum ausblenden. „Die Zeit werden wir nutzen, um ihre Gedächtnislücke zu füllen. Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es klappt, aber wir werden sehen, was wir schaffen können, so dass die Ungewissheit und die Angst darüber, was mit Ihnen passiert ist, für Sie erträglicher werden.“ Sie legten den Weg zur Station wortlos zurück. Als die Stationstür hinter ihnen in das Schloss fiel, überkam Susanne ein eigenartiges Gefühl von Ruhe. Hier konnte ihr nichts passieren und hier konnten auch andere Menschen vor ihr sicher sein. Solange sie nicht wusste, was sie dermaßen zum Ausrasten gebracht hatte, würde die Angst ein ständiger Begleiter sein.




Fortsetzung folgt.... 12.11.13

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Letzte Aktualisierung: 2014.04.11, 01:13
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