Shortys Gedankenwelt
Freitag, 22. November 2013
Alptraum- ein Fortsetzungskrimi Teil 12
von Kirsten Maria Scholz

Kapitel achtzehn

Ein Blick auf die Uhr versicherte ihr, dass es für ein Telefonat noch nicht zu spät war. Wieder zuhause angekommen, schnappte sie sich noch im Mantel das Telefon und wählte die Heidelberger Nummer des Staatsanwaltes. Ihrer Mutter, die fragend im Türrahmen zur Wohnküche stand, bedeute sie mit einer Handbewegung, sie jetzt nicht zu stören. Nach kurzem Klingeln vernahm sie eine äußerst angenehme Stimme, die ihr mitteilte, dass er sich zurzeit nicht in der Lage sieht, das Telefon zu bedienen.
„Mist, Anrufbeantworter“, entfuhr es Susanne. Dass sie jetzt niemanden persönlich erreichen konnte, war in ihrer Theorie nicht vorgekommen. Die Nachricht auf dem Anrufbeantworter besagte weiter, dass der Anrufer am Montag einen Termin mit seinem Sekretariat vereinbaren oder in dringenden privaten oder geschäftlichen Fällen ihn, Dr. Fries, unter folgender Handynummer erreichen könnte. Susanne rannte hektisch zum Küchentresen und schnappte sich Stift und Notizblock, die immer für solche Fälle neben der Telefonaufladestation lagen. Es geht doch nichts über einen geordneten Haushalt, dachte sie und schaffte es, die Nummer zu notieren, als Dr. Fries sie ein zweites Mal wiederholte.
„Na bitte“, sagte sie und sprach sich damit eher selbst Mut zu, „ich denke, meine Frage zählt zu den privaten Notfällen.“ Ihre Mutter hatte Susanne während der letzten Minuten aufmerksam beobachtet. Sie schien immer noch etwas irritiert zu sein. „Was ist denn nur los, Susanne?“ fragte sie schließlich, „du bist ja vollkommen aus dem Häuschen. Kannst du mir bitte einen kurzen Moment deine Aufmerksamkeit schenken?“
„Jetzt nicht“, winkte Susanne wirsch ab. Sie hatte bereits die Handynummer eingetippt und lauschte auf die Klingelzeichen.
„Fries“, meldete sich die angenehme Stimme, dieses Mal persönlich.
„Ja, hallo, Dr. Fries“, meldete sie sich, „meine Name ist Susanne Stahl. Wir haben uns vor kurzem in Nürnberg bei der Geburtstagparty meiner Mutter Isolde Wiegand getroffen. Vielleicht erinnern Sie sich?“ fragte sie freundlich und versuchte ihre Angespanntheit unter Kontrolle zu bringen.
„Natürlich! Frau Stahl, sicher erinnere ich mich“, antwortete er leicht zögerlich, „Was verschafft mir die Ehre Ihres Anrufes? Ist irgendetwas vorgefallen?“ fragte er mit Nachdruck, worüber Susanne etwas verwundert war. Wie kam er auf die Idee, dass etwas vorgefallen war? Naja, vielleicht berufsbedingt, dachte sie kurz, sprach dann ohne Umschweife den Grund ihres Anrufes an.
„Dr. Fries, zunächst möchte ich mich entschuldigen, dass ich sie am Wochenende quasi überfalle, aber ich würde Sie gerne noch einmal persönlich sprechen. Es geht um die Geburtstagsfeier meiner Mutter und um unser Gespräch an dem Nachmittag.“ Sie war sich dessen bewusst, dass sie ihn mit dieser Frage überrumpelte, also ließ sie ihm ein wenig Zeit, sich zu sammeln.
„Ja, die Party, ich erinnere mich“, antwortete er gedehnt. „Hören Sie, Frau Stahl, es tut mir wirklich aufrichtig leid, was an dem Tag geschehen ist. Hätte ich gewusst, wer Sie sind, ich hätte im Leben nichts von alledem erzählt“, sagte er und Susanne meinte, Anteilnahme herauszuhören.
„Ja, vielen Dank für ihr Mitgefühl. Aber sehen Sie, genau darum geht es. Ich möchte mich gerne noch einmal mit Ihnen genau darüber unterhalten. Jetzt, nachdem alles ein wenig gesackt ist“, fügte sie als Erklärung hinzu. Es entstand eine längere Pause. „Hallo?“ fragte Susanne nach. „Sind Sie noch dran?“
„Ja, natürlich. Entschuldigen Sie. Ich kann mir gerade allerdings nicht vorstellen, inwieweit ich Ihnen noch helfen könnte. Das Problem ist“, sagte er. Oh nein, kein Problem, dachte Susanne. „…dass ich am Montag auf eine längere Geschäftsreise gehe.“
„Wie wäre es denn mit morgen?“ unterbrach Susanne ihn und fügte schnell hinzu: „Ich möchte Sie nicht unter Druck setzen und ich bin auch sonst nicht so aufdringlich, entschuldigen Sie bitte. Es ist nur so ungeheuer wichtig für mich. Wenn es für Sie zu kurzfristig ist, kann ich das gut verstehen.“ Susanne hörte es am anderen Ende rascheln. Anscheinend schaute er in seinem Terminkalender nach, vermutete sie und schöpfte neue Hoffnung.
„Nein, nein, ist schon in Ordnung. Es scheint Ihnen tatsächlich sehr wichtig zu sein. Wie wäre es denn morgen Vormittag? Wir könnten uns zum Brunch in dem neuen Bistro in der Altstadtpassage treffen. Sagen wir so gegen 11 Uhr?“ fragte er.
„J-ja, das wäre klasse. Vielen Dank, Herr Fries, für Ihr Verständnis und auch, dass Sie sich die Zeit nehmen. Dann bis morgen.“
Susanne trennte die Verbindung per Knopfdruck und legte das Telefon langsam auf die Arbeitsplatte ihrer Wohnküche. Sie hatte es wirklich getan. Morgen würde sie vielleicht erfahren, was sie die ganze Zeit mit Hochdruck verdrängte. Auf jeden Fall war sie sich sicher, dass Dr. Fries ein wenig zur Aufklärung beitragen konnte. „Susanne!“ ihre Mutter hatte ihren Arm ergriffen und schüttelte sie. „Ich rede mit dir!“ Susanne fuhr zusammen.
„W-was?“ sie schaute reichlich verwirrt. Ihre Mutter hatte sie völlig vergessen. „Was ist denn?“ sie schüttelte ihren Arm frei. „Was soll denn das?“ Sie ging zur Sitzgarnitur und setzte sich. „Wolltest du mir nicht irgendwas Wichtiges erzählen?“ sagte sie fast ein wenig trotzig.
„Das versuche ich doch die ganze Zeit“, schimpfte Isolde, „aber du hörst mir ja nicht zu. Mark hat angerufen, er kommt heute höchstwahrscheinlich nicht nach Hause.“ Susanne drehte ihrer Mutter den Kopf zu.
„Ach was!“ entfuhr es Susanne.
„Er hat irgendwo außerhalb von Heidelberg ein Geschäftsessen. Das wird wohl etwas länger dauern. Und bei diesen winterlichen Verhältnissen möchte er nachts lieber nicht über Land fahren. Er wird sich da ein Zimmer nehmen“, berichtete ihre Mutter.
„Natürlich wird er das“, schnaufte Susanne sarkastisch, „wahrscheinlich ein Doppelzimmer.“
Na bitte, sollte er doch bei und mit Sabrina machen, was er wollte. Sie wollte sich nicht den Abend mit Madeleine und Valentin vermiesen lassen, schon gar nicht durch verschwendete Gedanken an Mark und ihre „beste“ Freundin.



Kapitel neunzehn

Madeleine und Valentin weckten Susanne am nächsten Morgen mit lautem Gebrüll. Susannes Mutter hatte sich wahrlich Mühe gegeben, den beiden Kleinen ihren Aufenthalt in Nürnberg so angenehm wie möglich zu machen, dennoch merkte Susanne gerade in Momenten wie diesen, wie sehr ihre Kinder sie vermisst hatten. Und auch sie genoss die gemeinsame Kuschelstunde in vollen Zügen.
Obwohl sie sich mit Dr. Fries zum Brunch verabredet hatte, ließ sie es sich nicht nehmen, ein ausgiebiges Frühstück mit ihren Kindern zu veranstalten. Es machte ihr richtig Spaß mit Madeleine Pfannkuchen zu backen und Valentin und ihre Mutter beim Rühreibraten zu beobachten. Wie lange war das her, dass sie alle zusammen so viel Spaß hatten? Und alles ohne Mark, dachte sie. Sie hätte vor ein paar Monaten nicht im Traum daran gedacht, dass sie überhaupt jemals in Erwägung ziehen würde, ein Leben ohne Mark führen zu können.
Nach dem Frühstück machte sich Susannes Mutter mit Madeleine und Valentin auf, einen Schneemann zu bauen. Susanne schaute auf die Uhr und erschrak.
„Nun aber los“, trieb sie sich an und machte sich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit Dr. Fries. Als sie ihren schnuckeligen Kleinwagen aus der Garage fuhr, sah sie, dass die beiden Söhne von Gabriela und Marcello sich zu Madeleine und Valentin gesellt hatten und sichtlich Spaß zu haben schienen, zusammen den Schneemann zu bauen. Sie winkte allen zu und fuhr vorsichtig die schneebedeckte Straße entlang.
Sie fand das Bistro im Einkaufszentrum auf Anhieb und erblickte Dr. Fries schon von weitem, der ihr zuwinkte.
„Frau Stahl“, er stand auf und reichte ihr zur Begrüßung die Hand, „guten Morgen. Schön, Sie zu sehen.“ Er bot ihr den zweiten Korbsessel an seinem Tisch an. Da er davon ausgegangen war, Susanne würde wie er ohne vorher gefrühstückt zu haben zu ihrem Treffen erscheinen, hatte er bereits zweimal Frühstück bestellt, das auch schon serviert wurde, als Susanne Platz nahm. Na gut, dachte sie, Essen hält Leib und Seele zusammen. Warum also nicht zweimal frühstücken, schaden konnte es ihr jedenfalls nicht. Durch den Stress der letzten Wochen hatte sie eindeutig an Gewicht verloren.
„Nun, was genau kann ich für Sie tun, Frau Stahl?“ fragte Dr. Fries, nachdem sie den anfänglichen Small-talk über Wetter und Verkehr beendet hatten. Susanne hatte sich vorgenommen, mit der Wahrheit nicht hinter dem Berg zu halten. Sie erzählte von ihrem Black- out, der nach ihrem Gespräch in Nürnberg aufgetreten ist, von dem Klinikaufenthalt und ihrer Suche nach Gründen für ihre lückenhafte Erinnerung. „Und da ist jede Kleinigkeit wichtig“, erklärte sie ihm. „Von meiner Mutter weiß ich, dass wir uns angeregt unterhalten haben und ich daraufhin quasi kopfüber nach Hause gerast bin, wo dann das passiert ist, was ich Ihnen gerade erzählt habe.“ Sie schaute in durchdringend an, ihre Stimme klang eindringlich. „Also, Dr. Fries, bitte versuchen, Sie sich zu erinnern! Worüber haben wir gesprochen?“
Dr. Fries legte sein Besteck zur Seite, stützte beide Ellenbogen auf die Tischplatte und legte seine Fingerspitzen aneinander.
„Es war wie ich schon am Telefon angemerkt hatte, nicht meine Absicht, Ihnen vor den Kopf zu stoßen. Ich hatte mich mit einem Bekannten über einen seiner Fälle in Heidelberg unterhalten, bei dem es um das Architekturbüro Stahl und Ingwersen geht. Sie sind interessiert dazu gestoßen und ich habe mir nichts dabei gedacht, weiterzusprechen. Ich weiß, in solch einem Rahmen ist es nicht in Ordnung, Fälle zu besprechen, aber wir sind auch nur Menschen“, er zog entschuldigend seine Schultern hoch. Susanne hatte aufgehört zu frühstücken. Angespannt und nervös lauschte sie den weiteren Ausführungen. Dr. Fries faltete seine Serviette.
„Und um was ging es bei dem Fall Ihres Bekannten?“ fragte Susanne mit brüchiger Stimme.Ihre Nerven waren mittlerweile zum Zerreißen gespannt, der Klopfschmerz hinter ihrem rechten Auge meldet sich zurück. Jetzt nicht ohnmächtig werden, dachte sie. „Mein Bekannter ist Gerichtsreporter und kommt viel herum. Er wollte sich nach dem Architekturbüro Stahl und Ingwersen bei mit erkundigen, ob ich Insiderwisser hätte.“ Er blickte sie entschuldigend an. „Ich weiß, auch das ist keine feine englische Art, aber so läuft das Geschäft mit den Journalisten nun mal. Sie versuchen es immer wieder.“ Susanne interessierte es überhaupt nicht, ob Journalisten sich nun korrekt verhielten, um an ihre Informationen zu kommen. Einzig und allein Dr. Fries Insiderwissen war für sie wichtig, schließlich ging es um das Architektenbüro ihres Mannes.
Seines Wissens nach war das Büro in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten und in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Chefs hätten Steuerhinterziehung und Betrug im gehobenen Stil betrieben. Es wurden unter anderem Urlaubs- und Eventreisen der Angestellten als Spesen beim Finanzamt abgerechnet, was in der Geschäftswelt Gang und Gebe wäre. Allerdings hätte einer der beiden Geschäftsinhaber seinen Zweitwohnsitz in die Schweiz verlegt und somit Gelder in die Schweiz transferiert. Und das in ziemlich großen Stil. „Sagen Sie jetzt nicht, dass dieser Geschäftsinhaber mein Mann ist!“ flüsterte Susanne.
„Doch, leider ist er der Drahtzieher bzw. der Federführende. Sein Geschäftspartner ist nur Mitläufer.“ Susanne setzte sich zurück in den Sessel und starrte Dr. Glück fassungslos an.
„Aber unser Wohnsitz ist doch hier in Deutschland!“ sagte sie, „ich meine, wie konnte er dann einen weiteren in die Schweiz verlegen?“ sie schaute ihn fragend an. Er räusperte sich. Susanne sah ihm an, dass ihn diese Frage in Verlegenheit brachte.
„Frau Stahl, er ist angeblich oder tatsächlich, man weiß es nicht, mit seiner Lebensgefährtin in die Schweiz gezogen. Laut seiner Aussage lebt er getrennt von seiner Frau, also von Ihnen, und seinen Kindern, die in Heidelberg geblieben sind.“
„Mit wem? Mit seiner Lebensgefährtin?“ Susanne fiel vom Glauben ab. „Er sagt, er hat uns verlassen und ist mit seiner Lebensgefährtin in die Schweiz gezogen?“ Dr. Fries nickte. Man sah ihm an, dass ihm das Thema äußerst unangenehm war. Es herrschte eisiges Schweigen zwischen ihnen. Susannes Gedanken wirbelten konfus in ihrem Kopf herum. Konzentrier dich, ermahnte sie sich. Sie versuchte, das eben Gehörte mit ihren Erkenntnissen und Informationen abzugleichen und ließ die letzten Monate Revue gedanklich passieren zu lassen. Seit Monaten war Mark mehrfach im Monat für kurze oder längere Trips auf Geschäftsreisen unterwegs gewesen. Wohin war ihr nicht bekannt, aber sie hatte sich noch nie für die Ziele von Marks Geschäftsreisen interessiert. Sicherlich hatte er vermehrt Reisen unternommen, was sie in Zusammenhang mit der gesteigerten Auftragslage gebracht hatte. Somit hatte sich nie etwas dabei gedacht, zu sehr war sie mit ihren Kindern und ihrem eigenen Gesundheitszustand beschäftigt gewesen. Selbst an Weihnachten im letzten Jahr war er nur am Heiligabend in Heidelberg und ist über Silvester wieder geschäftlich unterwegs gewesen. Da sie sich aus Silvesterpartys noch nie etwas gemacht hatte, hatte sie mit den Kindern bei Marcello und Gabriela gefeiert. Auch hier hatte sie schon mit Schlafstörungen und Erschöpfungszuständen zu kämpfen gehabt und war froh, wenn Mark sie nicht unbedingt bei Events und größeren Partys dabeihaben wollte.
„Diese Lebensgefährtin“, Susanne hatte sich etwas gesammelt, „kennen Sie zufällig den Namen oder die frau persönlich?“
„Nicht persönlich“, gab Dr.Fries zu, „sie soll die ehemalige Sekretärin Ihres Mannes sein.“Susanne starrte in mit geöffnetem Mund an.
„Sabrina!“ flüsterte sie. Diese Schlampe! Sie hatte es sich bereits gedacht, aber jetzt die Bestätigung ihrer Vermutungen zu erhalten, kam ihr wie ein Schlag ins Gesicht vor.
„Es tut mir leid, dass ich sozusagen der Überbringer der schlechten Nachrichten war. Aber ich konnte doch nicht ahnen, dass Sie, die Tochter von Isolde Wiegand, eigentlich noch die Ehefrau von Mark Stahl aus Heidelberg sind“, versuchte er sich zu erklären.
Susanne winkte ab. Sie wollte keine Entschuldigungen und schon gar kein Mitleid erhalten. „Machen Sie sich keinen Vorwurf. Sie können ja nichts dafür, dass mein Mann so ein erbärmliches Arschloch ist!“ sie machte ihrem angestauten Ärger Luft. „Und wissen Sie, was das Beste ist?“ Ihre angestaute und unterdrückte Wut suchte sich ihren Weg. Dr.Fries schüttelte den Kopf. „Seine ach so tolle Lebensgefährtin ist seit über zehn Jahre meine beste Freundin. Meine beste Freundin!“ wiederholte sie laut, ihre Stimme bebte. „Können Sie sich das vorstellen? Meine beste Freundin spannt mir einfach den Mann aus und ist auch noch in kriminelle Machenschaften verstrickt. Es ist unfassbar!“ Sie schnaufte regelrecht und warf die zerknüllte Stoffserviette auf den Tisch. Sie hatte sichtlich Mühe, sich zu beherrschen. „Dr. Fries, bitte nehmen Sie es nicht persönlich, aber ich glaube, ich werde erst einmal an die frische Luft gehen. Ich muss meine Gedanken ordnen und überlegen, was ich zu tun gedenke.“ Sie hängte sich ihre Handtasche über ihre Schulter und stand auf. Plötzlich kam ihr der Rat von Dr. Glück wieder in den Sinn. „Eine Bitte habe ich noch“, wand sie sich noch einmal an Dr. Fries, der immer noch keine Worte gefunden hatte und ziemlich hilflos der Situation ausgeliefert schien, „es gibt da noch etwas, was ich regeln muss. Ich würde gerne auf Sie und Ihre Funktion als Staatsanwalt zu gegebener Zeit zurückkommen.“Dr. Fries runzelte die Stirn.
„Inwiefern, wenn ich fragen darf?“ er war mittlerweile auch aufgestanden.
„Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen. Wie gesagt, ich muss mich erst einmal sammeln!“ sie reichte ihm die Hand. „Melden Sie sich. Jederzeit, Frau Stahl. Auch wenn Sie mich nicht in der Funktion des Staatsanwaltes benötigen, ich kann auch so ganz gut zuhören.“ Er hielt ihre Hand immer noch fest und sah ihr direkt in die Augen. Erst jetzt nahm Susanne das unglaubliche Hellblau seiner Augen wahr.
„Danke. Ich komme bestimmt auf Ihr Angebot zurück!“ Damit ließ sie ihn im Bistro stehen und flüchtete nach Draußen, wo sie frische, kalte Winterluft empfing und es ihr das Gefühl gab, wieder durchatmen zu können.


Fortsetzung folgt..... 23.11.13

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Letzte Aktualisierung: 2014.04.11, 01:13
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