Shortys Gedankenwelt
Samstag, 30. November 2013
Alptraum- ein Fortsetzungskrimi Teil 15
von Kirsten Maria Scholz

Kapitel zweiundzwanzig

Susanne kochte vor Wut. Ihr Herz wummerte in ihrer Brust, dass sie dachte, ihre Rippen hielten dem Druck nicht mehr stand. Sie fühlte sich wie ein Wasserkessel, der kurz vor dem Siedepunkt stand. Allerdings hatte sie kein richtiges Ventil, durch das der heiße Wasserdampf entweichen könnte. Nachdem das Geschirr im Becken in mehrere Teile zerbrochen war, ging sie mit gezielten Fußtritten auf den etwas größeren Plastikmülleimer los. Sie kommentierte jeden Tritt mit üblen Schimpfworten, so dass man meinen könnte, sie malträtierte keinen Mülleimer, sondern Mark und Sabrina. Sie befand sich in einer Art Rausch und konnte nachher nicht sagen, wie lange sie auf den unschuldigen Mülleimer-eingedroschen hatte. Ihre Mutter zog sie irgendwann aus der Küche heraus. Susanne schaffte es nur einige Meter in den Wohnbereich hinein, wo sie schluchzend und völlig entkräftet zusammensackte. Sie ließ der Tränenflut freien Lauf. Als Susanne keine Tränen mehr hatte, rappelte sie sich wie-der auf und schaute sich das Ausmaß ihres Wutausbruches an. In der Küche sah es aus, als hätte dort ein Tornado gewütet. Der in mehrere Teile zerfetzte Mülleimer war in der gesamten Küche verteilt. Mittlerweile stank es bestialisch nach dem ebenfalls überall herumliegenden Müll. Sie blickte sich um. Anscheinend hatte sie nicht nur ihren Teller zer-schmettert. In und neben der Spüle lagen weitere zerschlagene Teller und Gläser. Die Kartoffelschüssel hatte es nicht in die Spüle geschafft, sie lag in mehrere große Scherben zerbrochen vor der Küchenzeile auf dem Boden inmitten des Mülls. Susanne seufzte. Da hatte sie ja wirklich ganze Arbeit geleistet.
Schweigend machte sie sich ans Aufräumen. Ihre Mutter hatte sich wortlos zu ihr gesellt und beseitigte schon einmal den Plastikmüll. Susanne schaute sich um.
„Wo ist denn Madeleine?“ fragte sie besorgt. Erst jetzt kam ihr ihre Tochter wieder in den Sinn und eine Angst, Madeleine könnte alles mitbekommen haben, nahm Besitz von ihr.
„Nachdem der erste Teller dran glauben musste, habe ich sie vorsichtshalber zu Gabriela gebracht“, antwortete ihre Mutter, ohne ihre Aufräumarbeiten zu unterbrechen. „Ich dachte mir, es ist dir lieber, wenn sie deinen Ausbruch nicht mitbekommt.“ Der Vorwurf ihrer Mutter war nicht zu überhören. Susanne fühlte sich schlecht.
„Ja, danke“, erwiderte sie und dachte sich, was für eine schreckliche Mutter sie doch war, dass sie in Gegenwart ihrer kleinen vierjährigen Tochter sich so hatte gehen lassen.
„Willst du mir nicht endlich sagen, was dich vorhin dermaßen durcheinandergebracht hat?“ fragte ihre Mutter. Susanne starrte vor sich hin, ohne auf die Frage ihrer Mutter zu antworten.
„Susanne?“ fragte sie nach. „Hatte es was mit Mark zu tun? Oder mit Sabrina? Rede doch endlich!“ Sie griff sich Susannes Unterarm und rüttelte ihre Tochter, als wollte sie jedes einzelne Wort aus ihr herausschütteln. Susanne drehte sich zu ihrer Mutter um. Mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck und tonloser Stimme begann sie, ihre Mutter alles, was sie bislang über das Architektenbüro, Mark und Sabrina, der Schweiz und schließlich über Verdacht der Untreue und Steuerhinterziehung zu erzählen. Ihre Mutter hörte fassungslos zu. Als Susanne zu dem Teil kam, wo Sabrina anfing die Hauptrolle zu spielen, musste sie sich hin-setzen. Ihre Beine versagten schlichtweg ihren Dienst.
„Er hat dich betrogen?“ fragte ihre Mutter fassungslos. Sie war kreidebleich im Gesicht geworden. „Mit Sabrina? Aber wieso?“ Im gleichen Atemzug bemerkte sie, wie blöd diese Frage eigentlich war. Warum betrügt ein Mann seine Frau? Dafür gibt es wahrscheinlich tausend Gründe. „Jetzt verstehe ich auch, warum Sabrina mir gegenüber so verhalten war und warum du dich ebenn so unmöglich verhalten hast. Ich dachte schon, mit dir stimmt wieder was nicht. Nicht, dass ich das jemals gedacht hätte,“ korrigierte sie sich schnell und musterte ihre Tochter. „Und du glaubst diese Geschichte mit der Steuerhinterziehung und dass er mit Sabrina in der Schweiz wohnt?“ Susannes Mutter konnte diese neuen Erkenntnisse nicht so richtig glauben. Mark war sicherlich ein Frauentyp und sie konnte sich auch vorstellen, mit sehr viel Fantasie allerdings, dass er bei der einen oder anderen Gelegenheit schwach werden könnte, aber dass er Susanne systematisch und vorsätzlich dermaßen hinters Licht geführt haben sollte, war jenseits ihrer Vorstellungskraft. Er hatte praktisch ein Doppelleben geführt!
„Und was hast du jetzt vor? Ich meine, das kannst du doch nicht auf dich sitzen lassen. Außerdem ist sowas doch kriminell, oder nicht? Du musst dich an die Polizei oder die Staatsanwaltschaft melden. Oder hast du dich deswegen mit Dr. Fries getroffen? Hast du Mark etwa schon angezeigt?“ Susannes Mutter war nun völlig aus dem Häuschen. Sie war aufgesprungen und lief wild gestikulierend auf und ab. Susanne beobachtete ihre Mutter. Sie hatte sich gedacht, dass die Enthüllungen ihre Mutter auf die Palme bringen würde, aber so einen emotionalen Ausbruch hätte sie ihrer sonst eher introvertierten Mutter nicht zugetraut.
„Also, Mutter, nun beruhige dich erst einmal. Setz dich“, sie zog einen Stuhl vom Tisch ab und klopfte auf den Sitz. Ihre Mutter folgte dieser Aufforderung. „Zunächst einmal muss ich Mark nicht mehr anzeigen, denn die Staatsanwaltschaft ist schon auf ihn aufmerksam geworden“, sagte sie, „außerdem müssen wir vorsichtig und behutsam umgehen. Mark ist sicherlich vorgewarnt, nachdem, wie ich mich heute Abend verhalten habe“, gestand sie zähneknirschend. Sie legte ihrer Mutter ihren Plan vor. Zunächst musste Susanne Beweise finden, dass Mark etwas mit der Medikamentengeschichte zu tun hatte.
„Da werde ich dir helfen“, sagte ihre Mutter sofort. Susanne war einverstanden. Es war sicherlich nicht so auffällig, wenn sich ihre Mutter einmal während der Woche im Haus umsehen würde, wenn Susanne wieder in der Klinik war, als wenn sie noch am Wochenende versuchen würde, das Haus auf den Kopf zu stellen.
„Was ich mich natürlich frage, ist, warum sich Mark nicht von mir getrennt hat. Das wäre doch die einfachste Lösung gewesen. Ich meine ohne mich, hätte er mit Sabrina problemlos in die Schweiz gehen können. Stattdessen setzt er mich unter Drogen, dass ich nichts mehr mitbekomme. Vielleicht sollte ich noch etwas anderes nicht wissen.“ Sie überlegte. Ihre Mutter räusperte sich, irgendetwas schien ihr unangenehm zu sein.
„Nun, vielleicht hat es ja etwas mit Geld zu tun“, bemerkte sie zögerlich.Susanne schaute sie fragend an. „Naja, Mark war von Anfang an quasi mittellos. Ohne das Geld deines Vaters hätte er nie die Teilhaberschaft in seinem Büro erhalten.“ Susanne sah sie irritiert an. Das waren doch keine Neuigkeiten. Sie verstand nicht so ganz, was ihre Mutter ihr sagen wollte.
„Ja, das weiß ich doch!“ Susanne verstand nicht.
„Ja, da ist etwas, was du nicht weißt“, fuhr Susannes Mutter fort. Es war ihr deutlich anzumerken, wie schwer es ihr fiel. „Dein Vater hatte Mark damals das Geld nur unter einer Bedingung gegeben."
„Was für eine Bedingung?“ Susanne verstand nicht.
„Naja, Mark war nicht begeistert, dass es er so früh Vater wurde. Er wollte dich auch nicht gleich heiraten. Dein Vater hat von Mark verlangt, dass er Verantwortung für dich und dein Kind übernehmen sollte. Du warst damals schwanger und so glücklich. Er hat eingewilligt und dich geheiratet. Außerdem hätte er das geliehene Geld plus Zinsen zurückzahlen müssen, sollte er sich von dir trennen oder sich scheiden lassen. Dein Vater wollte damit verhindern, dass Mark sich zu sehr für andere Frauen interessiert. Oder sagen wir, er hat es ihm erschweren wollen. Er hat es nur gut gemeint“, beteuerte ihre Mutter.
Susanne stand wie in Zeitlupe auf. Das konnte doch alles nicht wahr sein. In was für einem Alptraum war sie nur ge-landet? Und warum wachte sie nicht langsam auf? Sie blickte ihre Mutter fassungslos an.
„Papa hat Mark Geld gegeben, damit er mich heiratet?“ fragte sie völlig ungläubig und fuhr sich wild durch die Haare. „Seid ihr eigentlich alle komplett verrückt geworden? Konntet ihr euch nicht einmal um eure eigenen Angelegenheiten kümmern?“ Sie fuhr wutentbrannt zu ihrer Mutter rum, stützte sich mit beiden Händen auf den Tisch und zischte sie an.„Ihr habt einem Mann Geld gegeben, damit er mich heiratet. Wie krank ist das denn bitte? Habt ihr geglaubt, ich kriege sonst keinen mehr ab, oder was?“ Sie blickte ihre Mutter fassungslos an, die sich die Tränen abtupfte. Susanne sah ihr an, dass es ihr ungeheuer leid tat, was geschehen war. Dennoch konnte Susanne so gar kein Mitleid für ihre Mutter empfinden. Dafür war sie einfach zu wütend und verletzt. „Wahrscheinlich hat er mich sogar von Anfang an mit Sabrina betrogen. Und jetzt hat er mich mit Drogen vollgepumpt, nur damit ich nicht dahinterkomme, dass er immer noch mit Sabrina rummacht. Wer weiß, vielleicht ist ja noch mehr Geld von uns weg. Und ihr!“ fuhr sie ihre Mutter an. „ Warum habt ihr das gemacht? Weil ich damals so glücklich war?“ Sie stieß sich vom Tisch ab und brüllte fast. „Herzlichen Glückwunsch, Mutter. Das habt ihr aber wirklich super hinbekommen. Ich bin wahrhaftig eine der glücklichsten Frauen der Welt!“
Sie stieß ihren Stuhl um und verließ das Wohnzimmer. Dabei schmiss sie die Tür so stark ins Schloss, dass das Fensterglas zerbarst und in vielen kleinen Scherben zu Boden rieselte.
In der Eingangshalle stieß sie auf Mark, der gerade das Haus betrat. Sie blieb abrupt stehen und starrte ihn kalt an.
„Du nicht auch noch!“ schnauzte sie ihn an, zog sich Stiefel und Mantel an und schnappte sich ihre Handtasche, Mütze und Schal.
„Susanne, was ist mit dir?“ fragte Mark und stellte sich ihr in den Weg. „Wir müssen reden, du bist ja wieder völlig neben dir! Vielleicht sollte ich in der Klinik anrufen!“
„Es ist gar nichts!“ brüllte sie. „Mir geht es superprächtig. Sieht man das nicht? Und wage es ja nicht, irgendwo anzurufen!"
Mark wich einen Schritt zurück und Susanne hatte plötzlich ein dèjà vue. Diese Situation hatte sie schon mal erlebt. Schlagartig erinnerte sie sich wieder an den Abend, als sie aus Nürnberg kam.
Alles war wieder präsent, ein Film begann vor ihrem inneren Auge abzulaufen.

Sie war aus Nürnberg regelrecht geflüchtet, nachdem Dr. Fries sie mit den Insider- Informationen über den Architektenfall überfallen hatte. Sie erinnerte sich, dass sie mit Mark reden wollte und ihm sogar beistehen.

„Wie blöd muss ich nur gewesen sein?“ sagte sie laut. Mark schaute sie irritiert an, traute sich aber immer noch nicht, sich zu bewegen. Irgendetwas an Susannes Blick verriet ihm, dass es momentan ratsam war, seine Frau nicht weiter zu reizen.

Sie war wie eine Irre nach Heidelberg gerast. Schneetreiben und Glatteis hatten sie nicht daran hindern können. Ihre Erinnerung kam ihr so real vor. Sie fuhr die Straße entlang, in der sie wohnten, direkt auf die Einfahrt zu. Einige Fenster waren erleuchtet, die Auffahrt und Teile des Gartens waren ebenfalls von der Gartenbeleuchtung erhellt. Als sie die Auffahrt herauffuhr wunderte sie sich, dass ein weiteres Auto auf dem hauseigenen Parkplatz stand. Sabrinas Auto. Sie stellte ihren Kleinwagen hinter Marks Auto und betrat die Eingangshalle. Sabrinas Mantel und der hellgraue Seidenschal hingen an der Garderobe, ihre Stiefel standen davor. Susanne runzelte die Stirn. Sie hatte noch nie erlebt, dass Sabrina ihre Stiefel ausgezogen hatte. „Mark?“ fragte sie etwas lauter. Sie hörte niemanden. Auch sie hängte ihren Mantel auf, ihre Stiefel ließ sie an. Warum konnte sie nicht sagen, es war eher ein inneres Gefühl, was sie dazu trieb.
Sie schaute in die Wohnküche. Außer benutztes Geschirr war niemand zu sehen. Mark schien gekocht zu haben. Auch das war äußerst merkwürdig, Mark hatte noch nie gekocht. Selbst als jeder von ihnen noch die eigene Wohnung hatte, ist Mark nie darauf gekommen, Susanne mit einem selbstzubereiteten Abendessen zu überraschen. Er zog es vor, gemütlich auswärts essen zu gehen. Sie schaute weiter ins Wohnzimmer. Der Esszimmertisch war elegant eingedeckt, Kerzen und Rosen standen am Ende der Tafel. Rosen? Wann hatte sie das letzte Mal Rosen bekommen, nicht einmal zum Hochzeitstag. Susanne erinnerte sich, dass sie in diesem Moment wusste, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmte und dass an der Geschichte des Staatsanwaltes in Nürnberg etwas Wahres dran war. Auf dem Beistelltisch in der Sitzecke standen eine Flasche Kirschlikör und Marks Lieblingswhisky, zwei benutzte Gläser.
Susanne ging langsam die Treppe in den ersten Stock hoch, nahezu lautlos. Sie hörte gedämpfte Stimmen. Soweit sie es beurteilen konnte Stimmen eines Mannes und einer Frau. Leise ging sie weiter. Vorbei an Valentins Zimmer. Die Stimmen wurden deutlicher. Auch an Madeleines Zimmer ging sie vorbei. Die Tür zum großen Bad stand offen, sie schaute langsam um die Ecke. Das Bad war leer. Bis vor kurzem war hier aber noch jemand gewesen. Der Whirlpool enthielt noch Wasser und üppigen Badeschaum, die Düsen sprudelten vor sich hin. Ein unglaubliches Kerzenmeer hüllte die gesamte Bad-landschaft in romantisches Licht. Gerade als sie das Bad verlassen wollte, blieb sie verdutzt stehen und starrte den Spiegel an. Jemand hatte mit knallrotem Lippenstift „Ich liebe dich“ geschrieben. Und sie wusste in dem Mo-ment auch, wer das gewesen sein musste. Sie erkannte eindeutig die Schrift ihrer Freundin Sabrina. Sabrina und Mark! Es war so offensichtlich, dennoch konnte und wollte sie es nicht glauben. sabrina war ihre beste Freundin!
Aus ihrem Schlafzimmer vernahm sie leises Gemurmel und Gekicher. Sie musste stark gegen eine Ohnmacht, sie spürte, wie ihr Kreislauf schlapp machte. Die letzten Wochen, die Schlafstörungen einerseits und die Schwächeanfälle andererseits nagten an ihr. Sie riss sich zusammen, atmete mehrmals tief durch und ging so leise sie konnte auf die Schlafzimmertür zu. Die Tür stand einen Spalt auf. Gedämpftes Licht und leise Musik verströmten auch hier eine romantische Atmosphäre. Jetzt waren die Stimmen nur allzu deutlich zu hören. Es waren Mark und Sabrina. Eine Wutwelle überkam Susanne. Sie wollte gerade in ihr Schlafzimmer stürmen und die beiden zur Rede stellen, als sie innehielt und lauschte.
„Und wie geht es jetzt mit ihr weiter?“ hörte sie Sabrina sagen. „So langsam reicht es mir nämlich, dass du immer noch hier wohnst.“
Susanne konnte sich gerade so richtig Sabrinas Schmollmund vorstellen.
„Hey, zerbrich dir nicht dein süßes Köpfchen“, antwortete Mark und Susanne wurde ganz übel, „ es läuft alles nach Plan“, erwiderte Mark. „Sie ist doch schon gewaltig neben der Spur. Es dauert nicht mehr lange und sie bricht völlig zusammen.“ Bettzeug raschelte. „Und dann wird sich niemand wundern, wenn diese arme, tablettenabhängige, völlig überforderte Mutter an einem Cocktail aus Schlaf- und Schmerztabletten das Zeitliche segnen wird. Und dann erbt der arme bedauernswerte Ehemann das Vermögen!“ Er lachte heiser. "
Und die beste Freundin seiner Frau kümmert sich liebevoll um die beiden verstörten Kinder!" gurrte Sabrina.
Susanne zuckte zusammen. Ihr Herz hämmerte in ihrer Brust. Die beiden sprachen über sie, über wen sonst. Mark wollte sie aus dem Weg räumen! Er musste seine Firma dermaßen an die Wand gefahren haben, dass er alles daran setzen würde, um an ihr Geld zu kommen. Und das bekam er nur, wenn sie tot war!

Susanne erwachte aus ihrer gedanklichen Rückblende und ihrer Lethargie. Mark stand ihr immer noch gegenüber und wartete auf eine Reaktion von ihr. Aus den Augenwinkeln konnte sie ihre Mutter sehen, die sprachlos in der Küchentür stand.
„Du verdammtes verlogenes Schwein!“ kreischte Susanne und schleuderte ihre Handtasche auf Mark. Er wehrte die Tasche mit einer Handbewegung ab, seine Augen bekamen einen merkwürdigen Ausdruck.
„Ich erinnere mich wieder!“ schrie sie völlig hysterisch. „An jedes verfluchte einzelne Wort erinnere ich mich! Ich habe euch belauscht, dich und Sabrina, an Mutters Geburtstag. Hier war gar kein Geschäftsmeeting, nein“, sie schüttelte wild ihren Kopf und zeigte mit dem Zeigefinger auf Mark, der mittlerweile auf der Hut war, „du hattest hier ein privates Meeting mit Sabrina, dieser Schlampe.“
Sie ergriff den nächstbesten Schuh und schleuderte auch diesen in Marks Richtung. Sie steigerte sich immer mehr in ihre Wut hinein und war jetzt so richtig in Fahrt. Susannes Mutter hauchte nur ein leises “Oh“ und lief in die Küche. Mark spurtete hinterher.
„Isolde, nicht die Polizei!“ schrie er sie barsch an und schlug ihr mit der flachen Hand kräftig genug ins Gesicht, wobei er ihre Schläfe traf. Mit einem dumpfen Knall fiel Susannes Mutter ohnmächtig auf die Fliesen. „Dass ihr Weiber immer gleich die Polizei rufen müsst!“ fluchte er und nahm ihr das Telefon aus der Hand, das sie immer noch krampfhaft in der Hand hielt. Er horchte auf und registrierte, dass die Haustür gerade zufiel.
„Scheiße!“ entfuhr es ihm, bevor er sich an die Verfolgung machte.

Fortsetzung folgt..... 2.12.13

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Letzte Aktualisierung: 2014.04.11, 01:13
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